DARSTELLUNG DES KRIEGES IN ESSAYS VON KATERYNA MISHCHENKO: EINE LINGUISTISCHE ANALYSE
DOI:
https://doi.org/10.32999/ksu2663-3426/2026-1-2Ключові слова:
Deutsch, Essayistik, Ukraine-Krieg, Diskursanalyse, TropenАнотація
Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der Forschung der sprachlichen Repräsentation des Krieges in der Ukraine in zwei Essays von ukrainischer Autorin Kateryna Mishchenko, „Nebeneinander“ (2025) und „Spiegel der Seele“ (2023), die ins Deutsche übersetzt worden sind. Die Erforschung der Darstellung des Krieges in verschiedenen Medien ist von hoher gesellschaftlicher Relevanz und wissenschaftlicher Aktualität. Im Zentrum der Studie steht die Frage, wie unterschiedliche sprachliche Mittel genutzt werden, um die Erfahrung eines gegenwärtigen, technologisch geprägten und zugleich existenziellen Russlands Vernichtungskrieges gegen die Ukraine anschaulich und emotional wiederzuspiegeln. Die Studie ist methodologisch in Ansätze der Literatur- und Sprachwissenschaft eingebettet, die sich mit der Darstellung von Krieg und Gewalt in moderener Literatur bzw. Publizistik auseinandersetzen. Die Rede ist von einem integrativen methodischen Ansatz, der narratologische Nalyse mit sprachwissenschaftlichen Verfahren wie die kritische Diskursanalyse, die kognitive Metaphertheorie und die kognitive Metonymietheorie kombiniert. Die wissenschaftliche Forschung konzentriert sich auf drei wesentliche Aufgaben: 1) Wie wird Krieg sprachlich und narrativ repräsentiert? 2) Welche Rolle spielen Metaphern, Metonymien, Vergleiche und Epitheta? 3) Gibt es bei Mishchenko neue Formen der Kriegsdarstellung? Nach einer kurzen Darstellung der theoretischen Grundlagen werden die Essays analysiert und interpretiert. Die Analyse zeigt, dass die Autorin den Krieg nicht als lineares Ereignis, sondern als fragmentierte, simultane Realität inszeniert, die sich zwischen Alltag und Ausnahmezustand entfaltet. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Rolle von Sprache, Metaphern, Menonymien, Vergleichen ect. Der Beitrag zeigt, dass Mishchenkos Texte eine neue Form der Kriegsdarstellung etablieren, die Zeugenschaft, Reflexion und poetische Verdichtung miteinander verbindet. Der Beitrag eröffnet Perspektiven für vergleichende Studien zu Medialität in der ukrainischen und europäischen Literatur.